Übersicht und Funktionsweise

Übersicht und Funktionsweise
  • Plotter
27537210_1762872550430899_1899048488_o

Plotter und dessen Funktionsweise

Ein Plotter (aus dem engl. Plot = zeichnen) ist ein digitales Gerät das Zeichungen oder Vektorgrafiken auf verschiedene Materialien übertragen kann. Wenn das Gerät anstelle eines Stifts mit einem speziellen Messer bestückt wird, spricht man von einem Schneideplotter. Somit besteht mit einem Plotter die Möglichkeit, vorgegebene Linien, Formen oder Vektorgrafiken auf verschiedene Materialien zeichnen oder schneiden zu lassen.

Seit geraumer Zeit findet man Schneideplotter von verschiedenen Herstellern auch für den Hobbygebrauch. Hersteller- und modellspezifisch können die Geräte mittels USB-Kabel oder Bluetooth mit PC oder mobilen Geräten verbunden und über spezielle Plottersoftware oder Grafikprogramme gesteuert werden oder Daten direkt mittels USB-Stick oder SD-Karte an den Schneideplotter zur weiteren Verarbeitung übertragen werden.

Aufbau des Plotters

Ein Plotter besteht eigentlich nicht aus vielen Teilen. Da ist einmal das Gehäuse mit diversen Anschlüssen für Strom, USB usw. und eventuell noch ein paar Staufächern. Das wichtigste aber ist der sogenannte Schlitten (oder Schneidekopf) mit der Messerhalterung, die Einzugsrollen / Rollenwalze mit dem eingebauten Motor.

Während des Schneidevorgangs werden zwei Bewegungsachsen genutzt:

1) Die X-Achse
Hier wird der Schneidekopf (wie beim Druck der Druckkopf) von links nach rechts bewegt

2) die Y-Achse
Hier wird die Schneidematte oder das eingeführte Material mit Hilfe der Einzugsrollen vor und zurück bewegt.

Durch die Überlagerung der beiden Achsen können alle beliebigen Formen wie Kurven und Kreise in einem Rutsch ohne Unterbrechung geschnitten werden.
Die Bewegungen der Achsen sind so gut aufeinander abgestimmt, dass Anfang und Endpunkt immer exakt aufeinander treffen und somit eine durchgängige Schnittlinie entsteht.

PlotterBestandteile

Einzugsrollen / Rollenwalze:
Die weißen Laufrollen sind links und rechts an einer Metallrolle montiert und dienen dazu, das Material zu transportieren und zu halten, so dass dieses nicht verrutscht.
Sollte man ein Material ohne Trägermatte schneiden wollen ist es wichtig, dass diese entsprechend dem Material angepasst werden.
Der Abstand zwischen Metallrolle und Arbeitsfläche ist mitentscheidend dafür, welche Materialdicke geschnitten werden kann. Je höher der Abstand umso dickere Materialien können geschnitten werden. Eine weitere, wichtige (meines Erachtens ausschlaggebende) Rolle bei der Materialdicke, die geschnitten werden kann, ist der Anpressdruck. Der Anpressdruck sagt auch, wie viel Druck das Messer während des Schneidevorgangs auf das Material aufgedrückt wird. Hier variieren die unterschiedlichen Modelle von Schneideplottern doch sehr stark.

Schneideleiste
Die Schneideleiste ist eines der wenigen (neben Messer und Matte) Verschleißteile eines Schneideplotters. Die Schneideleiste ist meist ein schwarzes oder weißes Teflonband, über dem das Messer schneidet. Nach starker Beanspruchung, falschen Messereinstellungen oder ähnliches kann es zu Kerben in der Leiste und folglich zu schlechten oder unpräzischen Schnittergebnissen kommen.

Messer
Je nach Hersteller gibt es unterschiedliche Messer: Vom automatischen Messer (Messertiefe lässt sich direkt über die Plottersoftware steuern), Tiefschnittmesser (tiefere Messer um dickere Materialien zu schneiden) bis zum normalen Messer findet man mittlerweile so einige Auswahl.
Die meisten Schneideplotter verwenden eine Klinge mit 45° Winkel um ein optimales Schneideergebnis zu erlangen, seltener werdende Klingen mit einem 60° Winkel (für dickere Materialien) oder 30° Winkel (für dünnere filigrane Arbeiten).
Wie auch bei Scheren sollte man darauf achten, unterschiedliche Materialien mit verschiedenen Klingen zu schneiden, z.B. sollten Papier und Folie nicht mit dem gleichen Messer geschnitten werden. Messer gehören zu den Verschleißteilen eines Plotters, die Lebensdauer richtet sich nach der Häufigkeit des Gebrauchs und der Art der Folien. Des Weiteren ist bei den Schnitteinstellungen zu beachten, dass sich Messer mit der Zeit abnutzen, deshalb empfehlen wir immer einen Testschnitt durchzuführen.

Schneidematten
Je nach Hersteller findet man auf dem Markt Schneidematten mit leichter, mittlerer oder starker Klebekraft, deren Verwendung auf das zu schneidende Material abgestimmt werden muss. Für Papierarbeiten empfiehlt sich immer eine leicht klebende Matte, da das Papier sonst unter Umständen zu stark an der Matte klebt und sich nicht mehr rückstandslos entfernen lässt. Für Folien sollten Schneidematte mit normaler oder starker Klebekraft bevozugt werden.
Originale Schneidematten haben meist ein Raster zu besserer Positionierung des Schnittmaterials aufgedruckt. Das selbe Raster findet man identisch in der Plottersoftware und kann so den Schnitt optimal planen.
Die Schneidematte zählt wie das Messer zu den Verbrauchsmaterialien. Solle die Klebekraft nachlassen, kann diese entweder mit Klebesprays wieder hergestellt werden oder es kann eine neue Schneidematte gekauft werden.

_DSC0324

Woher weiß der Plotter, was er schneiden soll?

Neben den Schneideplotter und dem PC braucht man normalerweise auch eine Plottersoftware oder ein Grafikprogramm. Die gängigen Hersteller von Schneideplottern stellen die benötigte Software zumindest in der Basisversion kostenlos zur Verfügung.

Mit Hilfe dieser Software werden Linien, Formen, Schriftzüge oder Grafiken in sogenannte Schneidelinien umgewandelt. Übermittelt man diese nun an den Plotter wird das Gerät exakt diese Linie schneiden oder zeichnen.

Ersteller

29345234_963212883846490_1023823962_n

Dieser Fachbeitrag wurde erstellt von:
Martina Wasserer | Kreativdschungel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.