FoilQuill Grundlagen & gefüllte Schriften und Symbole

FoilQuill Grundlagen & gefüllte Schriften und Symbole
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Beschreibung

Bei diesem Tutorial geht es darum, wie man Schriften und kleine Flächen mit dem Foil Quill füllen kann.

Schwierigkeitsgrad

Schwierigkeitsgrad-1

Benötigte Materialien

  • eine von dir ausgewählte Plottdatei
  • Plotter inkl. der dazugehörigen Software (die du auf deinem PC gespeichert hast)
  • Foil Quill (z.B. von WRMK)
  • selbstklebende Schneidematte
  • ggf. magnetische Matte von WRMK
  • Washitape
  • HotPenFoil
  • Powerbank oder ähnliche Stromquelle

Schritt-für-Schritt Anleitung

Dazu zunächst etwas Grundsätzliches:
(Bitte lest euch hierzu unbedingt auch die Gebrauchsanweisung durch)
 
Der Foil Quill überträgt mithilfe von Hitze und Druck eine spezielle Folie (HotPenFoil) auf unterschiedliche Materialien. Verwendet werden kann Papier, Vinyl Papier, Kunststoffe, Velum, Leder, aber auch Holz. Dabei ist es wichtig, dass die Materialien mit dem Plotter eingezogen werden können, d. h. man muss – wie gewohnt – auch hier auf die Dicke der Materialien achten. Die Folie wird auf das jeweilige Material gelegt. Die Größe der Folie ist abhängig vom jeweiligen Motiv. Es ist nicht notwendig, das gesamte Material mit der Folie abzudecken. Der Bereich für das Motiv reicht völlig aus. Wichtig ist, dass die Folie auf dem Material gut befestigt wird. Dabei verwende ich die Magnetmatte für die Foil Quill, weil man so besonders sauber arbeiten kann. Die Folie liegt dadurch sehr glatt auf und man erzielt ein besseres Ergebnis.
Sucht euch zu Beginn eine Datei aus, mit der ihr arbeiten wollt. Entweder verwendet ihr eine fertige Sketch-Datei, oder ihr füllt eure Schriften Objekte selbst.
Falls ihr eine fertige Datei nehmt, könnt ihr die nächsten zwei Schritte natürlich überspringen.
 
Und so füllt ihr eigene Dateien:
 
Zunächst setzt ihr einen Schriftzug oder eine Form wie gewohnt auf die Arbeitsfläche.
Anschließend wechselt ihr zum Skizzen-Fenster. Standardmäßig öffnet sich der 1. Reiter (Skizze).
 
Mit dem oberen Bereich wird der Innenbereich gefüllt. Danach könnt ihr den Abstand und Winkel bestimmen. Die unteren Symbole sind für den Außenrand bestimmt. Und mit dem letzten Symbol wird die Datei “final” abgeschlossen.
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Um die Schrift bzw. kleinen Motive zu füllen, muss das jeweilige Motiv markiert werden. Danach nutzt man für den Innenbereich das 3. Symbol. Es handelt sich hier um einzelne waagerechte Linien. Um ein Motiv komplett zu füllen, muss der Abstand auf 0,10 mm umgestellt werden. Auf der Arbeitsfläche verändert sich dabei jeweils das markierte Motiv.
Anschließend sollte der Außenrand noch bestimmt werden. Damit die Form des Motives sich nicht verändert, verwendet man hierzu das zweite Symbol (Einzellinie).
 
Wenn das Motiv fertig vorbereitet ist, kann man jetzt den Vorgang mit dem letzten Symbol abschließen. Dies sorgt dafür, dass das Motiv sich nicht mehr verändert und es zu keinen Verschiebungen kommt.
 
Anschließend lassen sich die Motive so abspeichern und es kann auch schon losgehen.
Mithilfe eines USB-Ports wird die FoilQuillSpitze zunächst ca. fünf Minuten aufgeheizt und anschließend in Stifthalter des Plotters gesetzt. Wichtig: Es ist darauf zu achten, dass eine ausreichende Stromquelle zur Verfügung gestellt wird. Oft reichen die USB-Ports an normalen Notebooks nicht aus. Für ein optimales Ergebnis empfehlen wir daher eine Powerbank. Damit die FoilQuillSpitzen auch in jeden Plotter passt, werden vier verschiedene Adapter mitgeliefert. Außerdem liegt ein Hitzeschutz bei. Dieser wird unter die Spitze geschoben, bis die Vorbereitungen für das Motiv abgeschlossen und die Spitze aufgeheizt sind. Vor dem Start des Plottvorgangs muss dieser unbedingt entfernt werden. Dann kann es los gehen.
 
Dabei werden sogenannte Sketchdateien verwendet. Diese unterscheiden sich deutlich von reinen Plotterdateien. Anders als bei Plotterdateien wird hier mit einzelnen Linien gearbeitet, eine geschlossene Form ist hier nicht erforderlich.
 
Nutzt man z. B. einen einfachen Schriftzug, wird ohne Bearbeitung nur der Außenrand der Schrift gezeichnet, genau wie ihr es vielleicht schon von Stiften kennt. Um ein Schriftzug oder eine kleine Form zu füllen, kann man mit der Skizzenfunktion von Silhouette Studio 3 die Datei bearbeiten und anschließend “ausmalen” lassen.
 
Dabei gilt, je kleine die zu füllenden Flächen, zum so schöner und sauberer sind die Ergebnisse. Für die Foil Quill gibt es drei verschieden dicke Spitzen. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass sich für das Füllen von Flächen die mittlere oder größte Dicke am besten eignet.
Aufheizen
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Befestigt nun zuerst das zu beplottende Material, also Farbkarton, SnapPap, Leder oder ähnliches.

Als nächstes wird die HotPenFoil aufgelegt und ganz flach aufliegend befestigt. Entweder nutzt ihr die Magnetstreifen der Magnetfolie oder ihr klebt sie mit WashiTape fest.

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Wenn die FoilQuill-Spitze ausreichend aufgeheizt ist, wird der Hitzeschutz entfernt. Nun stellt ihr das Werkzeug im Silhouette Studio auf Skizzenstift und gebt die dem Material entsprechende Einstellung ein. Diese könnt ihr der Tabelle entnehmen.

Anschließend wird die HotPenFoil abgezogen und fertig ist euer Motiv.

Ersteller

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Dieses Tutorial wurde erstellt von:
Moni Singer | Art of Singer